„Pfiat di München“ und „Griass di Wien“

Anfang Mai hieß es „aussortieren“ und vorbereiten, denn für Ende Juni stand mein Umzug nach Wien an. Am 29. Juni hieß es dann endgültig “ Pfiat di München“ und „Griass die Wien“. Diese „Übersiedlung“ – wie die Österreicher sagen – war keine spontane Entscheidung, sondern die Realisation einer rund dreijährigen Planung. Folglich war ich mental gut auf den Abschied vorbereitet. Zudem war mein neues Zuhause keine Blackbox: Aufgrund zahlreicher privater Besuche (mein Sohn lebt bereits seit 13 Jahren in Wien) und GOLD WG-bedingter Aufenthalte kannte ich die Stadt, zumindest in Teilen. Vor allem aber hatte ich mir im Laufe der Jahre einen Freundes- und Bekanntenkreis aufbauen können. Dank dieser sozialen Kontakte war meine Integration ab Tag 1 – auch sprachlich – gesichert.

Wien war die richtige Entscheidung

Bis dato wusste ich lediglich, dass „Schlagobers“ Sahne“ ist, man hier Tomaten „Paradeiser“, Kartoffeln „Erdäpfel“ und Feldsalat „Vogerlsalat“ nennt. Dass österreichisches Deutsch bzw. Wienerisch tatsächlich „sehr anders“ ist, wird mir indes immer bewusster. Doch unbenommen aller sprachlichen und kulturellen Unterschiede bin ich mir zunehmend sicher, dass es die richtige Entscheidung war, nach Wien zu gehen.

Die Bande zu München werden bleiben

Zudem weiß ich: Meine Bande zu München bzw. Bayern werden nicht abreißen. Denn meine dortigen Freundschaften werden Bestand haben. Und in meiner Mission als „WG-Botschafterin“ werde ich, so die Planung, Vorträge vor Ort halten.