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Wohnungstausch – ein ‚Tauschgeschäft‘ mit Haken und Ösen

Immer wieder taucht in den Medien der Vorschlag von Immobilienkonzernen auf, Senior*innen sollten doch ihre Wohnungen, falls zu groß und zu teuer geworden, Familien zur Verfügung stellen. Im Gegenzug könnten sie ggf. eine kleinere, kostengünstigere Wohnung in der bekannten Umgebung erhalten. So könnten beide Seiten – Vermieter*innen und auch Mieter*innen – profitieren.

Tatsächlich aber hat dieses Tauschgeschäft so einige Haken und Ösen:

  • Insbesondere in größeren Städten ist es unter Umständen sehr schwer, überhaupt preiswerte kleine Wohnungen im vertrauten Umfeld zu finden.
  • Senior*innen, die in eine andere Wohnung umziehen und hierfür einen neuen Mietvertrag unterzeichnen, haben in Deutschland dann einen deutlich schwächeren Kündigungsschutz. Denn…
    • Vermieter*innen können neue Wohnungen innerhalb der ersten fünf Jahre mit einer Frist von nur drei Monaten ordentlich kündigen.
    • die ordentliche Kündigungsfrist für die alte Wohnung beträgt hingegen sechs bzw. sogar neun Monate, sofern das Mietverhältnis schon mindestens fünf bzw. acht Jahre besteht.
  • Ein Umzug ist meist mit großem Zeitaufwand und erheblichen Kosten verbunden.

Autor: RA. Dr. Josef Vilsmeier, Kanzlei Dr. Bumeder & Partner*innen, München https://www.anwalt-bumeder.de/

„Pfiat di München“ und „Griass di Wien“

Anfang Mai hieß es „aussortieren“ und vorbereiten, denn für Ende Juni stand mein Umzug nach Wien an. Am 29. Juni hieß es dann endgültig “ Pfiat di München“ und „Griass die Wien“. Diese „Übersiedlung“ – wie die Österreicher sagen – war keine spontane Entscheidung, sondern die Realisation einer rund dreijährigen Planung. Folglich war ich mental gut auf den Abschied vorbereitet. Zudem war mein neues Zuhause keine Blackbox: Aufgrund zahlreicher privater Besuche (mein Sohn lebt bereits seit 13 Jahren in Wien) und GOLD WG-bedingter Aufenthalte kannte ich die Stadt, zumindest in Teilen. Vor allem aber hatte ich mir im Laufe der Jahre einen Freundes- und Bekanntenkreis aufbauen können. Dank dieser sozialen Kontakte war meine Integration ab Tag 1 – auch sprachlich – gesichert. Weiterlesen